Was ändert sich ab 2014 im Programm Comenius? Das war die wohl brennendste Frage der mehr als 120 Teilnehmer/innen, die am 13. November 2013 an der Veranstaltung "Comenius in Berlin: Schule trifft Europa trifft Schule" im Europäischen Haus teilnahmen.

Das EU-Programm für lebenslanges Lernen geht zu Ende und an seiner Stelle startet 2014 das neue EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport ERASMUS+. Die bisherigen Angebote für Schulen und Schulverwaltung werden mit einigen Änderungen auch im neuen Programm fortgeführt. Aus diesem Grund haben die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft vertreten durch Frau Dr. Andrea Rohde gemeinsam mit der EuropaBeratung Berlin und in Kooperation mit den Comenius-Moderatoren die Veranstaltung "Comenius in Berlin: Schule trifft Europa trifft Schule" durchgeführt.

comenius in-berlin1 kleinMarie-Therese Duffy-Häusler, kommissarische Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland begrüßte die Gäste im Europäischen Haus. Anschließend würdigte die Berliner Staatssekretärin für Jugend Sigrid Klebba das Engagement der Lehrer/innen: "Gegenwärtig laufen in Berlin noch knapp 50 COMENIUS-Schulpartnerschaften, zusätzliche 34 … sind in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen worden. Allen diesen Schulen gebührt unser Dank und Respekt für die geleistete Arbeit, die sich von den Projektverantwortlichen keineswegs in der vorgeschriebenen Arbeitszeit erledigen lässt."

Dr. Veronika Manitius von der Friedrich-Schiller-Universität Jena erläuterte ihre These, dass Netzwerkarbeit der Schulentwicklung dient. Sie bestätigt so noch einmal die Bedeutung europäischer Partnerschaftsprojekte. Ihre wissenschaftlichen Ergebnisse liefern gute Argumente für alle, die in ihren Schulen Mitstreiter/innen überzeugen wollen. Christiane Meisenburg von der Siegerland Grundschule erläuterte anhand praktischer Beispiele die Möglichkeiten von eTwinning, einem bewährten Online-Tool, mit dem sich die Brücke schlagen lässt zwischen Unterricht und der Projektarbeit in Schulpartnerschaften.

comenius in-berlin3 kleinAnschließend kamen die Vertreter/innen beispielhafter Projekte zu Wort. Alle Beteiligten zogen dabei ein positives Resümee und planen auch in Zukunft europäische Zusammenarbeit. Katrin Kosboth vom OSZ Hans-Böckler-Schule hatte Metallskulpturen Berliner und griechischer Jugendlicher mitgebracht und berichtete über den Stolz der Jugendlichen auf die geschaffenen Werke. Schon zu Beginn der Veranstaltung hatte die Tanzgruppe der Hunsrück-Grundschule einen Auftritt und nun berichtete Friederike Terhechte-Mermeroglu über die Ergebnisse des Comenius-Projektes "The European classroom". Die Praxis fächerübergreifenden Unterrichts wurden im Projekt "Natürliche/Gesunde Lebensmittel in einer industrialisierten Welt" des Lessing Gymnasium deutlich. Dr. Kerstin Rießelmann und Jens Schorn berichteten über die Zusammenarbeit mit den österreichischen und lettischen Partnern im "Lernraum Berlin".

Daneben berichteten auch zwei Praktikerinnen der Schulverwaltung aus den Erfahrungen mit Comenius-Regio-Partnerschaften. Angelika Prase-Mansmann kann auf zwei erfolgreiche Projekte in der Schulaufsicht Neukölln zurückschauen und plant ein neues Projekt im Bezirk Reinickendorf. Gabriele Münzberg berichtete über die Anfänge des Projektes „Schule inklusive Augenmerkkinder“, dass aktuell zwischen der Schulaufsicht Pankow und der Stadt Wien durchgeführt wird.

comenius in-berlin2 kleinÜber die Veränderungen für den Schulbereich im Programm Erasmus+ ab 2014 informierte Sabine Lioy vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) sehr kenntnisreich. Die Grundzüge des neuen Programms wurden dabei sehr deutlich. Die letzten offenen Fragen werden in den nächsten Wochen geklärt und Antragsformulare werden voraussichtlich bis Januar auf der Webseite des PAD veröffentlicht. Fest stehen bereits zwei Antragstermine: Lehrerfortbildungen sind bis zum 17. März 2014 und Partnerschaftsprojektebis zum 30. April 2014 beim PAD zu beantragen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten drei Workshops: Die Berliner Comenius-Moderatoren Roland Gröger (Otto-Wels-Grundschule), Bärbel Rothe (Carlo-Schmid-Oberschule) und Kai-Uwe Gösicke (Klingenberg-Schule) gestalteten mit praktischen Beispielen die beiden Erfahrungsaustausch-Workshops für Schulpartnerschaften. Sabine Lioy (PAD) und Marco Schroeder (EuropaBeratung Berlin) gaben in ihrem Workshop einen Überblick über die Möglichkeiten zu Regio-Partnerschaften bzw. Strategischen Partnerschaften und beantworteten Detailfragen.

 

Downloads der Präsentationen:

Mit Netzwerken Schule und Unterricht entwickeln
von Dr. Veronika Manitius, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Rolle von eTwinning bei der Gestaltung von Comenius-Schulpartnerschaften
von Christiane Meisenburg, Siegerland – Grundschule, Berlin

ERASMUS+: Die neue EU-Programmgeneration 2014-2020 im Schulbereich (COMENIUS)
von Sabine Lioy, Pädagogischer Austauschdienst der Kultusministerkonferenz

Anlaufstellen für das Programm Erasmus+ im Schulbereich (Comenius) und eTwinning

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